Viele Halter beschäftigen sich heute intensiver mit Ernährung – für sich selbst und für ihren Hund. Nachhaltigkeit, Ethik, Allergien, gesundheitliche Fragen: Alles legitime Gründe, über Alternativen nachzudenken.
Aber wenn es um Hunde geht, zählt am Ende nur eines: Was ist biologisch sinnvoll und langfristig gesund?
Genau da lohnt sich ein klarer, ehrlicher Blick.
Was Hunde wirklich brauchen:
Ein Hund ist kein Wolf – aber eben auch kein Mensch. Er ist ein Omnivor mit Schwerpunkt auf tierischen Proteinen. Das bedeutet: Er kann pflanzliche Bestandteile gut verwerten, aber bestimmte Nährstoffe bekommt er natürlicherweise fast ausschließlich über tierische Quellen.
Dazu gehören unter anderem:
- essentielle Aminosäuren wie Lysin und Methionin
- Vitamin B12
- Taurin und Carnitin
- EPA/DHA (Omega‑3)
- gut verfügbares Eisen und Zink
Eine vegetarische Ernährung kann diese Stoffe nur über Supplemente abdecken. Und sobald eine Ernährung nur noch funktioniert, wenn man sie künstlich ergänzt, ist sie für viele Hunde nicht mehr optimal – und für viele Halter nicht mehr praktikabel.
Wo vegetarische Ernährung funktionieren kann:
Es gibt Fälle, in denen eine vegetarische Phase sinnvoll ist:
- diagnostische Ausschlussdiäten
- schwere Allergien gegen tierische Proteine
- medizinische Sonderfälle
Mit einer professionell berechneten Ration kann ein Hund vegetarisch leben. Aber das ist kein „Ich ersetze Fleisch durch Bohnen“-Projekt. Es ist ein Ernährungsmanagement, das Wissen, Kontrolle und regelmäßige Blutchecks braucht.
Warum ich persönlich beim Barfen bleibe:
Ich arbeite täglich mit Menschen, die ihren Hund natürlich, transparent und bedürfnisorientiert ernähren wollen. Und genau deshalb halte ich Barfen – richtig umgesetzt – für die stabilste Lösung.
Barfen bedeutet für mich:
- frische, unverarbeitete Zutaten
- tierische Proteine als Hauptbestandteil
- Gemüse, Obst und Kräuter als wertvolle Ergänzung
- nachvollziehbare Zusammensetzung
- individuelle Anpassung an Aktivität, Alter und Gesundheit
Das Entscheidende: Es ist nah an der Biologie des Hundes. Gemüse und Co. gehören für mich selbstverständlich dazu – aber sie ergänzen, sie ersetzen nicht.
In aller Kürze:
Vegetarische Hundeernährung ist möglich, aber sie ist kein Selbstläufer. Sie verlangt Planung, Wissen und Kontrolle. Für die meisten Hunde – und die meisten Halter:innen – ist eine naturnahe, frische, tierisch basierte Ernährung die gesündere und stressfreiere Wahl.
Wenn du dir unsicher bist, ob die aktuelle Ernährung deines Hundes wirklich passt, oder wenn du eine natürliche, ausgewogene Barf‑Ration aufbauen möchtest, unterstütze ich dich gern mit einer fachlich fundierten Ernährungsberatung.